Über mich und Stationen meines Lebens

Von klein auf sind Sprachen und Texte mein Metier. Wortschöpfungen in der eigenen Sprache, das Erlernen von Fremdsprachen und die Konzepte hinter dem sprachlichen Ausdruck faszinieren mich. Beim Übersetzen kommen beide Leidenschaften zum Tragen: durch sorgfältige Wahl der passenden Ausdrücke erschaffe ich einen gut lesbaren Text in der Zielsprache. Inspiration für dieses Sprachpuzzle finde ich durch den Blick vom Schreibtisch ins Grüne, detaillierte Wörterbuchrecherchen, Konsultationen bei Kollegen, durch vielseitige Lektüre und für besonders knifflige Stellen auch mal durch Bewegung am oder im Meer oder entlang Lübecks historischer Gemäuer. Lesend und Theaterspielend (im Ensemble MissGefallen) beschäftige ich mich auch in meiner Freizeit mit großer Begeisterung mit Texten und Sprachen.

Stationen meines Lebens

Unter dem weiten offenen Himmel Lübecks, wo ich mit meiner baskisch-deutschen Familie seit 2015 lebe, gedeihen meine Übersetzungen besonders gut und finden seit Oktober 2018 ihren Weg zu meinen Kunden.

 

An der Weser geboren, an der Leine aufgewachsen, am Rhein studiert, am Atlantik und nun an Ostsee und Trave lebend, kommt es mir auch beim Übersetzen von einem sprachlichen Ufer an das andere auf reibungslosen Textfluss an.

Neben Sprache und Literatur hat auch das Reisen einen großen Stellenwert in meinem Leben.

Nachhaltig hat mich eine Afrikareise im Kindesalter geprägt. Die Offenheit der Menschen und insbesondere die gleichermaßen starken wie sanftmütigen Elefanten mit ihrem enormen Gedächtnis faszinieren mich.

(Post-)Kolonialismus, Gesellschaftsaufbau, Migration und Perspektivenvielfalt  sind ebenfalls Themen, die mich seitdem umtreiben und deren literarische Bearbeitung z.B. in Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie, Mein Herz blieb in Afrika von Miriam Mathabane, Aluta von Adwoa Badoes oder etwas älter in Stimmen im Wind von André Brink fasziniert. 

In Bezug auf Lateinamerika begegneten mir diese Themen in Die offenen Adern Lateinamerikas von Eduardo Galeano.

Unter den vielen tollen Sprachen der Welt haben es mir die beiden weitverbreitetsten am meisten angetan, so dass ich als ideale Kombination meiner Leidenschaften Sprachen und Bücher in Düsseldorf Literaturübersetzen für Englisch und Spanisch studiert habe. Schwerpunkt für den englischsprachigen Bereich legte ich auf interkulturelle Werke aus England und den USA wie Das Haus in der Mango Straße von Sandra Cisneros, Drachenläufer von Khaled Hosseini, Jasmine von Bharati Mukherjee oder Sehr blaue Augen von Toni Morrison.
 

Aber nicht nur auf dem Papier, sondern auch reisend zieht es mich oft in englisch- und spanischsprachige Gebiete. Rundreisen auf eigene Faust durch Großbritannien und Indien brachten mir in der Begegnung mit den dortigen Menschen die Vielfalt der englischen Sprache nahe, wie sie mir zuvor z.B. in der Barrytown-Trilogie von Roddy Doyle erschienen war. In Indien berührte mich vor allem die große Aufgabe aller, das Verhältnis der vielen Kulturen, Sprachen, Religionen, der Tradition und der Moderne auszutarieren. Diese Vielschichtigkeit ist es, die mich an Mitternachtskinder von Salman Rushdie oder Der Gott der kleinen Dinge von Arundhati Roy so fasziniert.

Auch der literarische Blick über die Ozeane Richtung Kanada in Alice Munros Kurzgeschichten oder Richtung Neuseeland in Keri Hulmes Romane weckt Entdeckerlust. 

Aus Lateinamerika fesseln mich  noch immer Romane wie Das Geisterhaus von Isabel Allende, Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez, Bittersüße Schokolade von Laura Esquivel, die Gedichte von Mario Benedetti oder die Mafalda-Comics von Quino.

Spanische Kriminalromane als Gegenstand meiner Diplomarbeit sowie Lorcas Dramen und Lyrik beschäftigen mich seit Studienzeiten, aber auch Werke wie Der zweisprachige Liebhaber von Juan Marsé, Der polnische Reiter von Antonio Muñoz Molina, die Romane von Rosa Regàs oder aktueller Patria von Fernando Aramburu oder Mariela von Yolanda Guerrero.

Nach zehn Jahren in der Provinz Bizkaia sind mir natürlich auch die baskische Sprache und ihre international weitgehend unbekannte Literatur geläufig mit  wunderbaren Werken wie den Gedichten oder Obabakoak von Bernardo Atxaga, den historischen Romanen von Toti Lezea und den Romanen und Erzählungen von Karmele Jaio, Harkaitz Cano und Kirmen Uribe.

Höchst intensiv setze ich mich also auf Reisen und während längerer Aufenthalte mit den Sprachen und Kulturen Spaniens auseinander. So sind mir die in der Architektur sichtbar gewachsenen Stilmischungen wie z.B. in Granada, Barcelona und dem Baskenland, die vielfältige Landschaft aus Bergen, Hochebenen und Sand- und Felsküsten sowie die ansteckende Lebensfreude auf den Plätzen sehr vertraut. Aber nach vielen Jahren in Spanien habe ich auch ein untrügliches Gespür für den ganz normalen Alltag der Leute,  Stimmungen und Strömungen im Land.

Um vor dem Studium noch eine andere Richtung einzuschlagen, zog es mich nach dem Abitur für ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Polen, wo mich neben Erfindungsreichtum, Gastfreundschaft und Lerneifer der Leute auch  geschichtsträchtige Städte wie Kraków, Warszawa, Wrocław, Torún und Lublin sowie einmalige Landschaften wie die Masurische Seenplatte oder die Hohe Tatra ebenso in ihren Bann gezogen haben wie bekannte literarische Werke wie die Gedichte von Wisława Szymborska, Erzählungen und Romane von Andrzej Stasiuk oder Olga Tokarczuk oder neuerdings der im Deutschen noch unbekannte Roman Po trochu von Weronika Gogola.

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